Liebe Leserinnen und Leser!
Der 104. Deutsche Katholikentag in Würzburg liegt bereits hinter uns. Für die Stadt und das Bistum Würzburg dürfte es das Großereignis des Jahres gewesen sein. Tausende Menschen haben überall in der Stadt in Gottesdiensten, Infoständen, Podien den Glauben an Jesus Christus gefeiert. Das mediale Interesse auch in unserer Region war groß. Und es hat mich gefreut. Wann hat der christliche Glaube zuletzt eine solche positive öffentliche Aufmerksamkeit erhalten?
Selbst eher dem christlichen Glauben und der Kirche gegenüber kritisch gestimmte Menschen, hielten den Katholikentag für gesellschaftlich relevant. So war es jedenfalls in der Lokalpresse im Vorfeld mehrfach zu lesen.
Kirche darf sich von ihrer besten Seite zeigen und der christliche Glaube darf seinen Ort mitten in unseren Städten und Dörfern haben. Der Katholikentag hat gezeigt, wie sich Glaube und Gesellschaft miteinander als gutes Tandem erweisen.
Im Leben unsere Gemeinden versuchen wir immer wieder dieses Miteinander zu leben. Ich meine, dass es an vielen Stellen erprobt und gut ist.
Ein Effekt des Katholikentags war, dass der christliche Glaube auf den Straßen der Stadt sichtbar wurde. Bei uns lädt dazu als ganz eigene und jahrhundertealte Form das bevorstehende Fronleichnamsfest ein. Ich freue mich sehr, wenn viele bei den Prozessionen in ihrem Dorf mitgehen und dem Glauben an Jesus Christus ihr Gesicht geben.
Auch die Wallfahrt von Erlabrunn nach Retzbach trägt etwas von unserem Glauben auf die Straße.
Genauso sind die Pfarrfeste in Margetshöchheim, Erlabrunn und Zell eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch dazu herzliche Einladung!
Eine weitere Beobachtung des Katholikentags war, dass die Kirche immer in Bewegung ist. Veränderung gehört dazu.
Für unsere Untergliederung ergeben sich zwei personelle Veränderungen im Pfarrbüro und im Pastoralteam. Hannelore Köth verlässt das Pfarrbüro und Diakon Markus Schlereth verstärkt ab September unser Pastoralteam. (Dazu mehr in diesem Pfarrbrief.)
Die Etablierung des Leitungsmodells „in solidum“ für unseren Pastoralen Raum Würzburg Nord-West in einem Gottesdienst am 7. Juni 2026 um 17:00 Uhr im Kloster Oberzell durch Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran zeigt das auf der strukturellen Ebene.
Kirche bleibt lebendig, wenn Menschen ihren Glauben sichtbar machen – auf den Straßen unserer Orte und im Alltag ihres Lebens.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen offene Herzen, gute Begegnungen und Gottes reichen Segen für die kommende Zeit.
Ihr Pfarrer Andreas Kneitz
