Großer Festgottesdienst in Oberzell: Pfarrer und pastorale Mitarbeiter treten ihren Dienst im Team an. Das Leitungsmodell „in solidum“ soll die Verwaltung fit für die Zukunft machen.
Es war ein starkes Zeichen der Gemeinschaft, mit dem der Festgottesdienst in der Klosterkirche Oberzell begann: Delegierte aus allen zehn Ortschaften des Pastoralen Raums Würzburg Nord-West hatten Wasser aus ihrer Heimat mitgebracht. Zusammengegossen in ein großes Gefäß und von Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran gesegnet, wurden die Gläubigen damit besprengt – eine symbolische Erneuerung des Taufversprechens und der Startschuss für einen besonderen Tag.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die offizielle Einführung des neuen Leitungsteams. Pfarrer Steigerwald wurde durch das Votum von Pastoralteam und Rat zum Moderator des Raums gewählt und erhielt von Generalvikar Vorndran seine Ernennungsurkunde. Gemeinsam mit den Pfarrern Nowak und Kneitz versprach er, die Gemeinden gewissenhaft zu leiten. Unterstützung erhält das Trio von Gemeindereferent Ulrich Nottka, der als neuer Koordinator ein Anweisungsdekret überreicht bekam.
Gemeinsame Verantwortung statt Einzelkämpfertum
Hinter den Ernennungen steckt ein zukunftsweisendes Konzept: Bereits 2022 von Bischof Franz Jung errichtet, startet im Pastoralen Raum nun das Leitungsmodell „in solidum“. Das bedeutet: Die Pfarrer verwalten den gesamten Raum als Team in gemeinsamer Verantwortung. Das neue Modell soll die Teamarbeit fördern, die Verwaltung effizienter gestalten und die Seelsorge fit für die Zukunft machen. Auch über die Ortsgrenzen hinweg werden die Seelsorgerinnen und Seelsorger künftig Hand in Hand arbeiten.
Neue Anweisungsdekrete erhielten im Zuge dessen auch die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Pastoralreferentin Lisa Fischer, die Gemeindereferentinnen Martina Zentgraf und Katharina Simon sowie Diakon i. R. Rudolf Haas. Ab September 2026 wird zudem Diakon Markus Schlereth das Team verstärken.
Wer ist wo zuständig?
Für die Gläubigen vor Ort bleibt die Verteilung der vertrauten Gesichter im Alltag zunächst wie gewohnt:
Güntersleben und Thüngersheim: Pfarrer Steigerwald und Gemeindereferent Nottka.
Veitshöchheim und Dürrbachtal: Pfarrer Nowak mit Pastoralreferentin Fischer und Gemeindereferentin Zentgraf.
Von Zell bis Leinach (linke Mainseite): Pfarrer Kneitz mit Gemeindereferentin Simon.
Nach dem feierlichen Gottesdienst schloss sich der entspannte Teil. Bei kühlen Getränken und Gebäck im Speisesaal und auf der Terrasse des Hauses Klara klang der Tag harmonisch aus. Für die vielen Gäste aus den verschiedenen Gemeinden bot sich hier die perfekte Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und das neue, große Team im Pastoralen Raum persönlich kennenzulernen.
